BOARCHiTEKT

Architekt

 

7. August 2012

Jena Paradies revisited

Während des Studiums für das Fach Industriebau entworfen und neulich, nach all der Zeit gesehen, was als ICE-Bahnhof realisiert wurde.

Man nehme vom Sperrmüll: eine Stück Gardinenstange, Wellpappe, eine Trabbi-Kofferraumklappe, eine Glasvitrine.

Aus der Wellpappe, entlang der Spuren von Längs- und Querschnitt, Raummodelle formen. Gleich die Höhenidee auf transparente Folie drucken und zum Querschnitt geben. Die Gardinenstange zuschneiden, als ICE-Trassen definieren und jeweils im Raummodell platzieren.

Die Kofferraumklappe zu einem kühnen Dachschwung zuschneiden und fein weiß lackieren. Mit Buntstiften die Topografie auf Packpapier visualisieren und unter das Glas legen. Die Vitrine mit der Dachkofferraumklappe und einem ICE-Schienentrassengardinenstangenstück garnieren…

…und im Fach Industriebau keinen Blumentopf gewinnen mit dem Kram.

So erging es Studienkamerad Steffen Weber und mir vor vielen Jahren in Weimar. Keine Zeichnung, nur eine Idee abzugeben, ging gar nicht. Nur weil Lehrer Hahn Mitleid mit uns hatte, kamen wir mit einem blauen Auge davon und konnten das Fach Industriebau doch noch abschließen.

Jüngst lockte Caro Emerald mich nach Jena. Seit dem Studium war ich nicht mehr dort. Inzwischen haben Kollegen ordentliche Zeichnungen angefertigt und einen ICE-Bahnhof realisiert.

Wenn man die Augen ganz doll zukneift, kann man den halben Trabbi erkennen.


alle Journaleinträge zum Projekt

1 Kommentar

kommentieren 

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.