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29. November 2019

Kirchturm Rosenhagen gewinnt Wettbewerb Baukultur 2019

Natürlich. Nachhaltig. Baukultur in Brandenburg

Unter dem Motto Natürlich. Nachhaltig. Baukultur in Brandenburg lobten das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz und das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung gemeinsam den Nachhaltigkeitspreis des Landes Brandenburg 2019 aus. Der diesjährige Nachhaltigkeitspreis ging als Wettbewerb Baukultur in den drei Biosphärenreservaten Brandenburgs zeitgleich an den Start. Eine regional berufene Fachjury zeichnete im Biosphärenreservat und dem Landkreis Prignitz besonders gut gelungene Umsetzungsbeispiele für den Erhalt und die Weiterentwicklung regionaler Baukultur in mehreren Wettbewerbskategorien aus.

Foto: Axel Burkert

In der Kategorie Behutsamer Umgang mit dem Bestand (Fachkategorie: Architektur in der Instandsetzung und Modernisierung) gewann das Projekt Neuer Kirchturm der Evangelischen Kirchengemeinde Rosenhagen. Die feierliche Preisverleihung fand im Landhaus Sükow am 29.11.2019 statt.

Wettbewerbsjury, Bewertungskriterien und Auszeichnung

Eine unabhängige Fachjury bewertete die eingereichten Beiträge und legt die Auszeichnungen in den drei Wettbewerbskategorien fest.

  • Behutsamer Umgang mit dem Bestand (Fachkategorie: Architektur in der Instandsetzung und Modernisierung)
  • Neubau im Kontext zur Baukultur im Biosphärenreservat und der Umgebung (Fachkategorie: Architektur und Freiraumplanung im reinen Neubau)
  • Bewahrung und Entwicklung des Ortsbildes (Fachkategorie: Regionalplanung, Städtebau und Landschaftsplanung)

Die Jury setzte sich aus Mitgliedern der folgenden Institutionen zusammen:

  • Bundesstiftung Baukultur
  • Brandenburgische Architektenkammer
  • Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege
  • Leuphana-Universität Lüneburg, Fachbereich Baukultur
  • Landkreis Prignitz, Fachbereich ländliche Entwicklung
  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – Brandenburg

Bei der Bewertung spielten der Bezug des Werks zum Biosphärenreservat, die Einordnung des Werkes in den Kontext des Ortes, der Region und der Kulturlandschaft sowie die Qualität der Umsetzung (gestalterisch, funktional, technisch, bauphysikalisch, wirtschaftlich, energetisch, biologisch, ökologisch und sozial) eine Rolle.

Die Bewertung orientierte sich u. a. an der:

  • Bewahrung und behutsamen Entwicklung der Siedlungsformen und Ortsbilder im Biosphärenreservat und der Umgebung,
  • Behutsamen Bauweise und an ortsbildprägenden Gebäudefluchten,
  • Anwendung nachhaltiger, ortstypischer Baustoffe,
  • Berücksichtigung ökologischer und gesundheitlicher Aspekte des Bauens,
  • energetischen Modernisierung, Energieverbrauchsminimierung und Einsatz erneuerbarer Energien,
  • handwerklichen und materialgerechten Bauweise und Ausführungsqualität,
  • gestalterischen Einbindung des Gebäudes in den Kontext der Umgebung,
  • Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen am Gebäude oder in dessen Umgebung (z.B. für Vögel, Fledermäuse, Insekten, Wildpflanzen)
  • gesellschaftlichen und sozialen Relevanz – Beitrag des Werks zur nachhaltigen Entwicklung der Biosphärenregion.
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